Das A und O einer erfolgreichen Kapitalakquisition ist ein gut aufbereiteter Businessplan.
Hier eine kurze Einführung.
Grundsätzliches: Was zeichnet einen guten Businessplan aus? Ein Businessplan ist so individuell wie das entsprechende Unternehmen. Dennoch gibt es einige grundlegende Gesetze:
Klare Struktur. Ein guter Businessplan ist klar strukturiert und ermöglicht so dem Leser eine schnelle Orientierung.
Verständlichkeit. Auch komplizierte technische Details sollten so erklärt sein, dass sie ein technischer Laie versteht.
Adressatbezogen. Bedenken Sie bei der Erstellung des Plans immer, welche Punkte einen Venture Capital-Geber wirklich interessieren (mehr dazu unter "Investment - Erfolgsfaktoren").
Aus einem Guss. Auch wenn mehrere Personen an der Erstellung des Businessplans arbeiten, sollte das Ergebnis einen einheitlichen, in sich geschlossenen Eindruck machen.
Optisch ansprechend. Auch wenn die Inhalte wichtiger als die Form sind - ist der optische Eindruck nicht unwichtig. Eine saubere Typographie und gut aufbereitete Grafiken unterstützen die Struktur des Plans.
Struktur: Ein Businessplan muss bestimmte Punkte beinhalten. Darüber hinaus ist ein Anhang mit erläuternden Informationen in tabellarischer und grafischer Form hilfreich.
Executive Summary. Diese Zusammenfassung soll das Interesse des potenziellen Kapitalgebers wecken. Sie enthält alle wichtigen Aspekte des Businessplans und sollte in fünf bis zehn Minuten gelesen werden können.
Produkt oder Dienstleistung. Was ist der Kundennutzen Ihrer Produkt- oder Dienstleistungsidee? Ist sie einzigartig oder worin unterscheidet sie sich von Angeboten des Wettbewerbs? Wie ist der Entwicklungsstand und welche weiteren Schritte sind notwendig?
Unternehmerteam. Die Qualifikation des Managements ist für potenzielle Kapitalgeber von großer Bedeutung. Stellen Sie die Qualifikationen und Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder des Managements heraus, und versuchen Sie auch die Stärke des Teams als Ganzes überzeugend darzustellen.
Markt und Wettbewerb. Beschreiben Sie die Marktgröße und auch seine Wachstumschancen. Wie groß ist das Kundenpotenzial und von wievielen Zulieferern sind Sie bei Ihrer Produkt- oder Dienstleistungsidee abhängig? Gibt es Konkurrenzunternehmen, und wie groß sind die Eintrittsbarrieren für weitere potenzielle Wettbewerber.
Marketing und Vertrieb. Hier werden die "vier Ps" des Marketing beschrieben: Product, Price, Place und Promotion. Beschreiben Sie Ihre Strategie für den Markteintritt, das Absatzkonzept und die geplanten Maßnahmen zur Abstzförderung. Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik bilden den Marketing-Mix.
Geschäftssystem und Organisation. Wie ist Ihr Geschäftssystem aufgebaut? In der Regel besteht ein Geschäftssystem aus Forschung & Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb und Service. Wie ist Ihr Unternehmen organisiert? Hier ist eine Unterteilung in Aufbau- und Ablauforganisation zweckmäßig. Ein weiterer Punkt dieses Kapitels ist die Wahl des Standortes.
Realisierungsfahrplan. Wie stellen Sie sich die Entwicklung Ihres Unternehmens in den nächsten fünf Jahren vor? Beschreiben Sie die wesentlichen Meilensteine des Realisierungsverlaufs, die Personalplanung sowie die Investitions- und Abschreibungsplanung. Seien Sie bei den Planzielen unbedingt realisitisch, sonst machen Sie sich unglaubwürdig.
Chancen und Risiken. Hier bietet sich die Erstellung eines "Best Case"- und eines "Worst Case"-Szenarios an. Welche Auswirkungen ergeben sich aus diesen Abweichungen von den Planzielen für Ihre Geschäftsplanung?
Finanzplanung und Finanzierung. Stellen Sie überzeugend dar, dass Ihr Geschäftsmodell rentabel und finanzierbar ist. Wichtige Größen der Finanzplanung sind der Cash Flow und der Return Of Investment. Die Liquiditätsplanung, Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz sind unverzichtbare Bestandteile eines Businessplans.
Wie gesagt, dies ist nur eine allererste Einführung. Für weitere Informationen empfehlen wir die Websites von NUK und und tbg: www.n-u-k.de und www.tbgbonn.de